Ostern in Rainrod

Wer hätte das gedacht?

Tja, nun ist es wirklich geschehen, das zweite Osterfest welches der Pandemie zum Opfer fällt. Okay es ist ja trotzdem Ostern, das Fest der Auferstehung, wir können Gedenken und für uns und mit der Familie das Osterfest zelebrieren. Aber mal ehrlich, es fehlt uns doch etwas. Freunde treffen, ein gemeinsames Osterfrühstück, das besuchen von Petter und Gode, den Osterhase abholen. All das ist wieder nicht oder nur bedingt möglich. Eine gewisse Schwermut liegt in der Luft, man weiß gar nicht so richtig was man tun darf und was nicht. Dabei ist diese Zeit auch die Zeit des Aufbruchs, die dunkle Jahreszeit geht so langsam vorüber, die ersten Sonnenstrahlen drängen einen nach außen. Wir die Verantwortlichen des Kulturringes möchten unseren Beitrag dazu leisten, dass wenigstens unsere Kinder, welche der größte Schatz auf Erden sind, eine kleine Freude zu bereiten. Deshalb werden wir am Ostersonntag in ganz Rainrod kleine Osternester verstecken. Wer möchte kann ab zehn Uhr auf die Suche gehen. Natürlich sollten sich die Familien beim Suchen an die geltenden Vorschriften halten. Außerdem, möchten wir Euch bitten pro Kind nur ein Nest mitzunehmen, auch wenn die Versuchung groß erscheint ein weiter entdecktes sein eigen zu nennen. Nur so können möglichst viele Kinder belohnt werden. Wenn ihr möchtet, könnt ihr den Fund fotografieren und auf den einschlägigen Medien teilen. Nehmt die darin erhaltene Straßenkreide und macht unser schönes Rainrod ein wenig bunter. Auch hier gilt, Foto machen und hochladen.  Wir wünschen euch allen da draußen ein wunderschönes Osterfest, bleibt wie ihr seid, vor allem Glücklich. Denn ob ihr eilt oder langsam geht, der Weg vor euch bleibt derselbe.

 

Zum Schluss möchte ich mich noch recht herzlich bei Christine für das basteln  der Nester und bei Manuela und Steffi für die Organisation Frühjahrsputz in Rainrod bedanken.

 

Gruß Hansi   

Zum Ausklang

Liebe Freunde, das Jahr 2020 neigt sich nun langsam dem Ende. Dieses Jahr, wird uns wohl allen in besonderer Erinnerung bleiben. Noch nie in meinem Leben wurde ich durch äußere Umstände so im tun eingeschränkt. Mir ist bewusst, dass dies wohl jeden von uns trifft. Viele Dinge welche wir sonst so über das Jahr verteilt gemacht bzw. veranstaltet haben fielen aus. Jeder Verein egal in welchem Betätigungsfeld auch immer, musste mit ansehen welche teilweise verheerende Wirkung diese Pandemie auf Kultur und das soziale Miteinander hat. Für uns Verantwortlichen des Kulturrings Rainrod hat es einen Einschnitt in der internen Arbeit bedeutet. Wir hatten so viel geplant, wollten Ideen verwirklichen und so manches neues auf den Weg bringen. So bleibt uns nur die Hoffnung auf ein baldiges gutes Ende dieser eingeschränkten Zeit.

Trotz allem können wir auch positives vermelden. So wird und hat unser doch stark frequentierter Kreativpfad Zuwachs erhalten und noch bekommen. Die Familie Birkenstock hat sich mit einer ganz besonderen Installation von Birken ein kleines Denkmal gesetzt. Es wurde ein Feld geschaffen auf denen „Gästeobst“ angeboten werden soll. Hier steht ein Pflaumenbaum gespendet vom Pfläumchen Club und ein Apfelbaum welcher von Klaus Wingefeld gesponsert wurde. So kann sich in Zukunft, wenn Obst daran hängt, bedient werden. Die evangelische Kirche wird demnächst eine wunderschöne Idee am Kreativpfad aufstellen. Sollte noch jemand etwas einfallen, diesen Weg mit zu bereichern, kein Problem wir finden einen Platz. Eine tolle Idee war auch die Spirale von bemalten Steinen unten an der Linde, welche großen Zuspruch über die Grenzen hinaus fand.

Die Naturfreunde sind in diesem Jahr besonders fleißig gewesen und sind es noch. Die Truppe hat sich zur Aufgabe gemacht Biotope wieder her zu richten, den Vögel ein Zuhause zugeben, Bäume frei zuschneiden, Hecken zu pflegen und vieles mehr. Ein Corona Maibäumchen wurde gestellt, sein Aussehen entsprach der Stimmung. Großartiges gibt es von unserem Projekt rettet die Kegelbahn zu berichten. So wurde im Stillen die alte Technik von Helfern des Vereines demontiert und eine neue von der Firma Spellmann errichtet. Leider können wir auf Grund der Lage noch keine Eröffnung feiern, denke aber auch das wir uns nicht davon laufen. Ein wunderschöner Kalender von Rainrod ist fertiggestellt worden und kann käuflich erworben werden. Außerdem wird ein Wildblumenautomat installiert, eine ganz besonders schöne Spende. Zu guter Letzt haben wir einen Weihnachtsbaum in der Ortsmitte aufgestellt, welcher darauf wartet von uns geschmückt zu werden. Macht einen gemeinsamen Weihnachtsbaum daraus und schmückt ihn ein wenig nach. Insgesamt wurde doch so einiges bewegt, auch wenn das meiste nicht stattfinden konnte. So bleibt es wichtig für uns, hier in Rainrod nicht zu resignieren, es wird wieder besser, davon bin ich überzeugt.

Ja, so ist vieles aus oder zum Opfer gefallen, aber wir freuen uns immer noch hoffentlich alle bester Gesundheit, dies ist das wichtigste und gibt Mut für das was da kommen mag.

So bleibt uns, den Verantwortlichen des Vereines ein Hoffnungsvoller Blick in die Zukunft. Euch allen da draußen ein gesegnetes Weihnachtsfest mit euren Lieben. Kommt gut in das neue Jahr.
Wir wünschen euch alles Gute.

Hans- Georg

„Wichtig, dass sich junge Mensche engagieren“

Tatkräftiger Nachwuchs in der Gruppe „Zukunft“: Tom Lakewand, Dennis Bast,Sören Adolph, Julian Konrad, Yannik Riehm, Fredrick Dähne, Hannes Altvater, Tim Sparwald, Patrick Deubel, Paul Lakewand, Jannis Meisinger und Hans Georg Lippert.

RAINROD – (det). „Uns ist wichtig, dass sich junge Menschen für unseren, ihren Heimatort engagieren und Verantwortung übernehmen“, sagte der Vorsitzende Hans Georg Lippert bei der Hauptversammlung des Kulturrings Rainrod im Bürgerhaus. So wurden Dennis Bast, 28 Jahre alt, und Paul Lakewand (20) in den erweiterten Vorstand aufgenommen. Mehr noch: Eine Arbeitsgruppe „Zukunft“ unter dem Dach des Kulturrings wurde gegründet, in der Jugendliche Ideen entwickeln und durchführen können. Im Kulturring kann man sich bei Vorhaben seit Jahren auf tatkräftige Teenager und junge Erwachsene verlassen.

Dies wurde im Jahresrückblick deutlich: Nasir Demaj hatte eine große Fichte gespendet, die junge Mannschaft fällte sie, schmückte sie mit dem von Karola Kammer geflochtenen Kranz. Mit viel Kraft und Energie eines großen Helferteams wurde der Maibaum schließlich aufgerichtet. Erstmals stand ein Kinderbäumchen daneben. Viele Bürger ließen sich bewirten, das Maibaumstellen in der Ortsmitte hat längst den Status eines Frühlingsfestes in der Ortsmitte. Dankesworte und ein kleines Geschenk gab es für Zimmermann Sebastian Latta, jahrelang Fachmann beim Maibaumstellen. Paul Lakewand übernimmt künftig diese Aufgabe. Pfarrer Dr. Peter Möser wird ihn dieses Jahr spenden.

Auf Anregung von Manuela Vogt, die erfolglos bei verschiedenen Stellen nachgefragt hatte, entschied man sich für Eigenleistung. Ein tatkräftiges Team, über den Kreis der Kulturring-Aktiven hinaus, mähte im Sommer das Ufer der Nidda von der mittleren bis zur unteren Brücke ab und entfernte Müll aus dem Bachbett. Die Aktion war gut organisiert. Der Ortsbeirat sorgte für Getränke, der städtische Bauhof holte das Mähgut ab.

Ausverkauft war das Dorfgemeinschaftshaus beim dritten Oberhessischen Mundartabend in Kooperation mit dem Vogelsberger Kultur- und Geschichtsverein. Der Kulturring hatte Organisation und Bewirtung übernommen. Stimmungsvoll war auch der Weihnachtsmarkt. Lippert hatte die kleine Veranstaltung beim Hessischen Rundfunk angemeldet und konnte zur besten Sendezeit das Angebot anpreisen. Der Sportverein übernahm die Bewirtung, den Weihnachtsbaum, festlich geschmückt von den Gymnastikfrauen, hatte Florian Benischke gespendet und auch für 2017 haben sich schon Helfer gemeldet. Reinhold Bär stellt den Baum, die Feuerwehr schmückt ihn.

„Bei all diesen Veranstaltungen geht es um das Wir-Gefühl in Rainrod, aber auch um das Erwirtschaften von Mitteln für Notwendiges im Ort“, sagte Lippert.

So konnten Lippert und Kassiererin Doris Roosjen beim Maibaumstellen für folgende Vorhaben insgesamt 2700 Euro an Zuschüssen verteilen: an den SV Rainrod für eine neue Speicher-Zugtreppe, die evangelischen Kirchengemeinde für neue Sitzkissen im Gemeindehaus, den Jugendclub für Renovierungsarbeiten im Treffpunkt, die Freiwilligen Feuerwehr für die Anschaffung neuer Handlampen. Auch der Kindergarten, der Förderverein der Grundschule, der Männergesangverein, die Sportschützen und der Turnverein konnten Schecks für aktuelle Vorhaben mitnehmen, die Anschaffung einer neuen Musikanlage im Bürgerhaus wurde ebenfalls unterstützt.

Quelle: „Wichtig, dass sich junge Mensche engagieren“ (Kreis-Anzeiger, 21.03.2017)